Warum sind die Wasserbüffel da?

Das Projekt ist ja schön und gut, aber was machen die Wasserbüffel da überhaupt? 

 

Das Tegeler Fließ ist mit seinen umliegenden Bereichen ein Landschaftsschutzgebiet (LSG). Weil das Fließ durch die Verordnung zum Schutz der Landschaft vom 8. Mai 1990 durch Gesetz- und Verordnungsblatt (GVBL) und durch die Erklärung zum Natura 2000-Gebiet vom 26.08.2005 bestimmten Richtlinien verpflichtet ist, müssen bestimmte Erhaltungsmaßnahmen für dieses Gebiet erfolgen. Diese sind im Pflege- und Entwicklungsplan (PEP) festgelegt.

Solche Erhaltungsmaßnahmen sind nötig, um einer Verbuschung und Verwaldung entgegenzuwirken. Vor allem sollen die Pfeifengraswiesen und die feuchten Hochstaudenfluren gepflegt werden. Allerdings ist diese Pflege mit einem sehr hohen Aufwand und viel Geld verbunden. Eine Mahd (das Mähen von Gras und Getreide) ist nicht möglich, weil das Gebiet regelmäßig überschwemmt ist und spezielle, Fahrzeuge nötig wären, die aber auch sehr viel kosten. Zudem würde diese spezielle Behandlung sowohl Mensch als auch Tier stören.

Wenn das Gebiet allerdings nicht gepflegt wird, kann die Verbuschung fortschreiten, sich die Lebensraumqualität verschlechtern, sich der Wasserabfluss verschlechtern, die Funktion als Hochwasserschutz verloren gehen und die Artenvielfalt bedroht werden.

Die Wasserbüffel fressen  so gut wie alle Gräser. Außerdem erhöht sich durch Verbiss, Tritt, Suhlen und Kot die Artenvielfalt, wie es schon bei vergleichbaren Projekten der Fall war. Damit sind die Wasserbüffel die optimalen Alternativen und dazu auch noch sehr viel preiswerter (etwa 1/3 der Mahd pro Jahr).

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