Wo kommt das Wasser her?

Verlauf des Tegeler Fließes 

Das Tegeler Fließ speist sich aus zwei brandenburgischen Quellbächen. Der erste davon entspringt nordöstlich von Basdorf, der zweite südlich von Zühlsdorf. An der Grenze der Landkreise Barnim und Oberhavel fließen beide Zuflüsse schließlich zu einem zusammen. Anschließend durchquert das Tegeler Fließ die Gemeinden Wandlitz, Mühlenbecker Land und Glienicke/Nordbahn, fließt an Buchhorst vorbei und zwischen Woltersdorf und Mühlenbeck hindurch. Nicht weit vom Berliner Außenring bildet es für rund 8 km die Landesgrenze zwischen Brandenburg und Berlin. In Berlin durchquert das Tegeler Fließ Hermsdorf und Waidmannslust. Das Gewässer mündet in den  Tegeler See, die Entwässerung erfolgt demnach über die Havel.

Versiegelung anliegender Bebauungsgebiete

Die Flächen- oder auch Bodenversiegelung ist das luft- und wasserdichte Bedecken des natürlichen Bodens durch Bauwerke des Menschen, zum Beispiel Häuser, Straßen und Kanäle.

Das Tegeler Fließ ist größtenteils nicht direkt von bebauten und somit versiegelten Flächen umgeben. In Brandenburg fließt es hauptsächlich durch Waldgebiete. Erst im Mühlenbeckerland, an der Grenze zu Berlin, ist es stellenweise von bebauten Flächen umgeben. Danach fließt das Gewässer in Richtung Hermsdorf, wo es den Hermsdorfer See bildet, durch unbebaute Gebiete und ist erst am Oraniendamm wieder von versiegelten Flächen umgeben. Auch entlang des Moorwegs und der Jugendherberge Berlin-Ernst Reuter fließt es nahe versiegelter Gebiete, bis der Bach letztendlich in den Tegeler See mündet.

Die Flächen- bzw. Bodenversiegelung bewirkt, dass die Regenwasserversickerung und der Gasaustausch im Boden gar nicht oder nur erschwert stattfinden kann. Ebenfalls kann es sich negativ auf die Bodenfruchtbarkeit auswirken. Aber auch durch eine Bodenverdichtung, also die Erhöhung der Bodendichte durch Druckausübung mit Hilfe von technischen Geräten, kann die Bodenfruchtbarkeit eingeschränkt werden.

Damit die Bodenfruchtbarkeit und somit auch die Pflanzen- und Tiervielfalt um das Tegeler Fließ erhalten bleibt, ist es wichtig, einer Bodenversiegelung entgegen zu wirken.

Wie wird der Wasserpegel gemessen und reguliert?

Eine strenge Überwachung des Wasserzustandes im Tegeler Fließ ist eine wichtige Aufgabe. Die Konzentrationen der Pflanzennährstoffe und die Entwicklung der Kleinlebewesen im Wasser (Plankton) müssen kontinuierlich beobachtet werden. Aber auch der Gehalt an Schadstoffen, die unter anderem das Nahrungsnetz negativ beeinflussen können, muss regelmäßig kontrolliert werden.

Mit dem Wasserschöpfer lassen sich Proben aus den Schichten des Wasserkörpers holen, Temperaturunterschiede messen und der Sauerstoffgehalt bestimmen.

Die Höhenlage des Wasserstandes ist durch den Pegel messbar. Der maßgebende Teil des Pegels ist der am Ufer eingebaute Lattenpegel, an der die Höhe des Wasserspiegels direkt abgelesen wird. Die Pegellatte wird ergänzt durch weitere, im Pegelhaus angeordnete, automatisch messende und registrierende Geräte. Diese erfassen den Wasserstand in einem sich im Erdreich befindlichen Schacht, der eine direkte Verbindung zum Gewässer besitzt. Dort übermittelt ein schwimmender Ballon die Höhe an einen Umwandler. Der Messwert erhält über eine Funkuhr die exakte zeitliche Bestimmung.

Staufstufen

Die Staustufen dienen zur Sicherung des schnellen Wasserabflusses. Um dies zu ermöglichen, wurden dem Tegeler Fließ die Unterwasserpflanzen entnommen.
Da der Grundwasserstand am Niedermoor zu gering ist, wurden die Talböden überflutet. Damit das ausgeglichen funktionieren kann, hat man angefangen es auszubauen. Der Ausbau ermöglicht das Wasser in den Moorkörper zu befördern. Dadurch entsteht ein hoher Grundwasserstand und das Wasser kann in die Gewässer fließen. Nach dem Abfließen sinkt der Grundwasserstand und daraus folgt, dass der Talboden trockener wird. Wenn der Talboden trockener ist, nehmen die Überflutungen ab. Das Gewässer- und Grabensystem soll das Fließtal besiedeln und bewirtschaften. Es sollen mehr Tieren ein Zuhause in diesem außergewöhnlichem und seltenem Naturraum finden können.

Aus diesem Grund versucht man die Erhaltung des Niedermoors zu gewährleisten. Wissenschaftler gehen davon aus, dass es zwischen 80 und 100 Jahren braucht, damit sich das Niedermoor regenerieren kann. Mit Hilfe von technischen Mitteln versucht man bereits die Regeneration zu beschleunigen.

Von Fabian Dinger, Charlotte von Holst, Dila Sentürk und Viktoria Wrobel.

Ein Kommentar

  1. GÜNTER KRAHN

    Frage:Am Einlauf des Tegeler Fließ am Mühlenbecker See ist zur Zeit kein fließen zu beobachten warum? Mit freundlichen grüßen Günter

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